
9. Reisetag
Samstag, 28. Juli 2012
Skjolden-Skei
Heute war der Tag der Gletscher, obwohl dies gar nicht geplant war.
Wie gestern geahnt, war das Wetter heute nicht speziell gut. Es war aber trocken, einzig der Himmel blieb den ganzen Tag grösstenteils bedeckt.
Ein wenig aus Neugierde fuhr ich die 31 km in das Jostedal, wusste aber, dass sich dort das Breheimsenter befindet. Breheim ist der Name der Gegend, „bre“ heisst auf Norwegisch Gletscher. Während vom Breheimsenter nichts mehr zu sehen ist – das ist letztes Jahr abgebrannt – ist aber der Nigardsbre, einer der 25 Seitenarme des 40 km langen Jostedalsbre wunderbar zu sehen. Mit dem Auto kann man auf einen Parkplatz in der Nähe fahren, muss aber zwischendurch einem Pförtner 30 Kronen in die Hand drücken, damit er die Barriere öffnet. Man ist in Norwegen häufig fast allein auf der Strasse unterwegs, aber auf den Parkplätzen trifft man die ganze Welt in konzentrierter Form.
Über einen Wanderweg erreicht man den Fuss des Gletschers in rund 20 Minuten. Es hat dann jede Menge Warnschilder, man soll nicht zu nahe an das Eis gehen, aber an und für sich ist der Gletscher frei zugänglich. Man kann sich auch einer Gruppe anschliessen und angeseilt eine Gletscherwanderung machen. Da jederzeit so ein Eiswürfel abbrechen oder zusammenbrechen kann, ging ich nicht zu nahe. Lebensmüde Deutsche fotografierten sich aber direkt am Eis, und das ausgerechnet bei einem wohl 20 Tonnen schweren Eisklotz, der wohl nicht mehr so lange an dieser Stelle verharren wird.
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Die Fahrt ging anschliessend das flache Tal hinab nach Gaupne, dann weiter zum Zentrum Sogndal und ab dort auf der E5 nordwärts. Die Strasse führte durch mehrere lange Tunnels, und jedesmal, wenn ich ans Tageslicht kam, staunte ich über die sensationelle Landschaft. Immer wieder sah man das Eis des Jostedalbre. Auf einmal tauchte der Brøyabre auf, ein weiterer Gletscherseitenarm, der bis ins Tal hinunter ragt. Auch dieser Anblick war fazinierend und einen Halt wert.
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Als ich etwas unschlüssig in Skei ankam und nicht wusste, ob ich heute noch weiterfahren will, erblickte ich das grosse Hotel Skei und entschied mich, für heute Schluss zu machen. Das Hotel hatte noch ein Zimmer für mich. Und soeben hat es zu regnen begonnen.
Und das war die Reiseroute des 9. Tags:
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