
16. Reisetag
Montag, 16. März 2015: Haast - Queenstown
Es hatte in der sternenklaren Nacht stark abgekühlt, so auch in meinem Motelappartment, was mich zum Einschalten des Elektroofens zwang. In der Nacht drangen von draussen exotische Tierlaute durchs Fenster, einmal war ein Tier in einem Zwischendach zu hören, und das etwa einen halben Kilometer entfernte Meer verursachte ein dumpfes Rauschen, fast schon ein Donnern.
Erwartungsgemäss zeigte sich der Morgen quasi wolkenlos. Nach dem Frühstück, den tausend Sachen packen und in die richtige Tasche resp. Koffer einräumen und nach dem Aufräumen des Appartments fuhr ich um 9 Uhr weg. Bei Haast genoss ich einen letzten Blick von der Westküste auf die Südalpen:
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Die Strasse folgte dann dem breiten Lauf des River Haast ins Landesinnere. Es gab immer wieder schöne Ausblicke auf das Flussbett.
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Das Tal wurde dann schmaler und steiler. Auf dem Weg zum Haast-Pass (ca. 500 m.ü.M.) gab es zwei Wasserfälle zu besichtigen, die Thunder Creek Falls und die Fantail Falls. In der Zwischenzeit war der Himmel mit Schleier- und Schäfchenwolken bedeckt.
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Ein paar Autominuten nach dem letzten Wasserfall folgten die Blue Pools, ein Flüsschen mit unglaublich blauem Wasser. Ab dem Parkplatz muss man rund 15 Minuten zu Fuss einem sehr gut ausgebauten Weg mit einer schaukelnden Hängebrücke folgen, dann erblickt man das von der Natur so blau gefärbte Wasser.
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Auf der Südseite des Passes stösst man bei Makarora an den Lake Wanaka. Leider war der Himmel zwichenzeitlich bewölkt, aber der See und die Berge wirkten dennoch sehr eindrücklich.
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Zunächst folgte ich dem Lake Wanaka einige Kilometer, dann führte die Strasse über einen Bergrücken zum Lake Hawea. Auch dieser See liegt landschaftlich sehr schön.
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Die Stadt Wanaka ist im Hochsommer Badeort und im Winter Basis für Alpinski (wobei bis zu den Pisten ein recht weiter Anfahrtsweg nötig ist). Der Ort boomt, es werden in grosser Anzahl Einfamilienhäuser erstellt, die man besichtigen und bei Gefallen kaufen kann. Recht schön ist die Uferpromenade mit den Trauerweiden, die sich in den nächsten Wochen schon zu färben beginnen. Etwas oberhalb der Ortschaft, leider schwierig zu finden, gibt es einen schönen Ausblick über die Stadt, den See und die umliegenden Berge.
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Ausgangs Wanaka befindet sich eine sehenswerte Ausstellung, die mit dem Wahrnehmungssinn spielt. Draussen machen ein schräg stehender Kirchturm und drei unterschiedlich geneigte Häuser darauf aufmerksam, und der Sinn liegt darin, dass die Leute allerlei Versuche mit dem Fotoapparat machen. Stellt man sich am richtigen Ort hin, kann man zum Beispiel mit einem Finger die Turmspitze vor dem Kippen halten.
Die Ausstellung innen kann man in 30-60 Minuten besichtigen und sich dabei über einige optische Effekte wundern.
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Nun trennten mich noch ca. 110 km bis Queenstown, dem Ziel für die nächsten zwei Tage. Auf der gut ausgebauten Highway 6 hatte es wenig Verkehr, daher war bis an die Stadtgrenze von Queenstown ein gutes Vorwärtskommen möglich. Etwa auf halbem Weg führte die Strasse durch eine Schlucht, die Kawarau Gorge. Eine Aussichtsplattform lud zu einem Halt ein, um das tosende Wasser zu besichtigen. Mit Graufilter und Langzeitbelichtung bändigte ich das Wasser ein bisschen für die Fotos.
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In Queenstown fuhr ich zwei Mal am Hotel vorbei, bis ich es fand, vor allem dessen Eingang. Es gab ein wunderschönes Zimmer mit Ausblick über die Stadt und den Lake Wakatipu. Nach dem Nachtessen - diesmal eine Neuseeländer Spezialität, nämlich ein wunderfeines Lamm-Rack - machte ich vom Balkon aus noch letzte Aufnahmen während des Eindunkelns. An und für sich dürften hier die Tage noch etwas länger als in der Schweiz sein, aber die Temperaturen waren nur noch rund 10-14° C, also wesentlich tiefer als von den letzten Tagen gewohnt.
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Nicht fehlen darf die heutige Reiseroute:
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Queenstowns liegt auf 45°02' südlich und 168°40' östlich und auf ca. 300 m.ü.M. Turin liegt auf der Nordhalbkugel etwa 45°02' nördlich.
































