
17. Reisetag
Dienstag, 17. März 2015: Rund um Queenstown
Das Wetter hielt sich heute an die Wetterprognosen: Frühmorgens recht schön, dann zunehmend bewölkt, am Nachmittag Aufhellungen und zum Eindunkeln Auflösen der Wolkendecke.
Das Frühstück erledigte ich recht schnell, um zuerst in der Stadt ein paar Bilder zu machen und dann auf den 1140m hohen Coronet Pike zu fahren (ca. 15 km ab Queenstown). Dort oben befindet sich ein alpines Skigebiet mit ein paar Sessel- und Skiliften, während im Sommer Hängegleiter und Deltasegler hinaufgefahren werden. Queenstown ist die Action-Stadt schlechthin, da kann man Bungy-Jumping, Tandemhängegleiten, Fallschirmabsprünge, Jetboating und weiteres so furchtbares Zeug an allen Strassenecken buchen.
Die Aussicht auf dem Coronet Pike ist überwältigend. Sicher wäre es dort oben bei Sonnenunter- oder -aufgang fantastisch, aber man kann nicht alles haben.
In den Minuten, die ich dort oben verbrachte, starteten mehrere Tandemhängegleiter. Die meisten der Touristen, die in Queenstown das gebucht hatten, hatten dann oben auf dem Berg ein mulmiges Gefühl. Na gut, runter kommen tut man ja immer.
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Wenige Kilometer davon, fast ganz unten im Tal, durchströmt ein Fluss mit hellblauem Wasser eine Schlucht. Bei Arthurs Point hat es eine ältere Betonbrücke und unten am Fluss eine Station mit Jetbooten. Etwa ein Dutzend in Regenschütze und Schwimmwesten eingekleidete Touristen, die in Bussen von Queenstown herangekarrt werden, sitzen in das Boot, das mit unglaublicher Geschwindigkeit über den Fluss flitzt und dort seine Pirouetten dreht. Offenbar macht das Spass, denn solche Jetboot-Fahrten werden im ganzen Land angeboten.
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Zur Illustration, wie so eine Jetboot-Fahrt verläuft, diene der nachfolgende Film. Leider hat es teilweise störende Geräusche, die durch den Wind verursacht wurden.
Wieder etwas seriöser wurde der nachfolgende Besuch des Städtchens Arrowtown, das bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts eine Hocnhburg der Goldgräberei war. Nachdem die Neuseeländer glaubten, es gäbe kein Gold mehr zu finden, zogen chinesische Fremdarbeiter hin, die dort unter einfachsten Verhältnissen lebten und Gold wuschen. Ein Teil der Behausungen der Chinesen wurden wieder aufgebaut und können nun frei besichtigt werden. Das Städtchen wird von Touristen überschwemmt und besteht nur aus Souvenirläden und Restaurants.
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Nach etwa einer halben Stunde Fahrt war ich wieder in Queenstown angelangt. Das Auto stellte ich vors Hotel, dann begab ich mich ins Stadtzentrum. Das nächste Objekt, das ich mir ausgesucht hatte, war das Dampfschiff Earnslaw, ein 103-jähriges Dampfschiff mit zwei Schiffsschrauben (kein Raddampfer). Es handelt sich laut Wikipedia um das einzige noch mit Kohle gefeuerte Dampfschiff auf der südlichen Halbkugel. Das Schiff wird rund ums Jahr täglich für anderthalbstündige Fahrten auf dem Lake Wakatipu eingesetzt. Vor allem chinesische Reisegruppen zählen zu den Gästen, die in Queenstown sowieso sehr, sehr zahlreich vorhanden sind. Ich wollte die Ankunft und Abfahrt um 14 Uhr miterleben - bei Sonnenschein! - und buchte dann für die Fahrt um 16 Uhr ein Ticket.
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In den zwei Stunden bis zur Schiffsabfahrt drehte ich ein paar Runden im Zentrum von Queenstown. Da es sich um ein touristisches Zentrum handelt und wegen der adrenalin-freimachenden Angeboten ein jüngeres Publikum anzieht, war doch einiges los.
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Die Schiffsreise dauerte wie schon erwähnt anderthalb Stunden und führte quer über den See zur Walter Peak Station, einem Restaurant und Vorzeigebauernhof. Das Ufer des s-förmigen, 85 km langen Lake Wakatipu ist bis auf den Bereich von Queenstown unverbaut und nicht zugänglich. Die zahlreichen Chinesen - in Walter Peak Station stiegen dann noch rund 100 weitere zu - sorgten für Leben auf dem Schiff. Es ist erstaunlich, wie gut diese ausgerüstet sind.
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Die meisten dieser Chinesen sah ich bald noch einmal. Auf den Bob's Peak in Queenstown führt seit 1965 eine Gondelbahn, die Ende der Achtigerjahre erneuert und durch eine Null-Acht-Fünfzehn-Doppelmayr-Gondelbahn ersetzt wurde. Die Skyline Gondola, wie die Bahn genannt wird, startet auf 340 m.ü.M. und führt auf 790 m.ü.M. Gleich wie in Rotorua befindet sich bei der Bergstation eine Art Vergnügungspark, wo man sich per Sessellift hinaufziehen lässt und mit einem Wagen eine Piste runtersaust, oder man gönnt sich ein Bungy-Jumping über dem Abgrund oder einen Tandemhängegleiterflug. Es hat eine tolle Aussichtsterrasse, ein Café und ein riesiges Restaurant, das von Reisecar-Gruppen frequentiert wird. Immerhin finden 120 Personen Arbeit dort oben!
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Leider war das Wetter wieder schlechter geworden, so dass die Stadt nie mehr ins Sonnenlicht kam, während die umliegenden Berge teilweise hell beleuchtet waren. Bis zur Dunkelheit gab es interessante Wetterstimmungen. So richtig schön wurde es, als es eindunkelte.
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Als es dann vollständig dunkel war, beendete ich die Fotografiererei und fuhr mit der Gondola hinab in die Stadt und beendete den "offiziellen" Teil des Tagesprogramms.
Anbei wie immer die Reiseroute:
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