
6. Reisetag
Freitag, 6. März 2015: Tauranga - Taupo
Der erste Blick aus dem Hotelfenster machte den Eindruck, als hätte es ein Gemisch aus Sonne und Wolken. Wenige Minuten später war dann aber alles grau, und es fiel Regen. Schade, dass es keinen schönen Tag geben würde, da die Reise heute in eines der schönsten Gebiete der Nordinsel führte.
Nach dem Frühstück packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg. Es bewährte sich, dass ich zwei Gepäckstücke mitnehmen musste, denn so kann ich den grösseren Teil des Gepäcks immer im Auto lassen.
In nächster Nähe von Tauranga steht ein ehemaliger Vulkan, der heute als Mount Maunganui begangen werden kann. Da der Regen nachgelassen hatte und ein wenig Sonnenschein herrschte, reiste ich zu diesem Hügel, bevor ich die Fahrt nach Rotorua und Taupo in Angriff nahm.
In der Ortschaft Mt. Maunganui genoss ich den südpazifischen Ozean, der sich weit vor dem grossen Sandstrand erstreckte. Grosse Wellen, Felsen im Wasser, richtige Ferienstimmung!
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Es gab mehrere Wege auf den Mt. Maunganui, die auch alle rege benützt wurden. Relativ viele Frauen in Gruppen rannten hinauf, offenbar ein regelmässiges Training, dann gab es die andern Jogger und schliesslich ein paar Touristen. Der Berg zwang mir etwas Schweiss ab, weil die Sonne durch die Wolken drückte und so für die nötige feuchtwarme Luft sorgte. Immerhin lohnte sich der Aufstieg, denn die Aussicht war prächtig trotz des mittelmässigen Wetters.
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In Mount Maunganui blickte ich noch ein letztes Mal auf den gleichnamigen Vulkanberg zurück, bevor ich die Reise startete:
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Von Mount Maunganui ging die Fahrt anfänglich dem Highway 2 entlang, dann erfolgte die Abzweigung auf den Highway 33 in Richtung Rotorua. Entlang dem Meer durchquerte ich kilometerweit Kiwiplantagen, die leider wegen hohen Hecken als Windschutz kaum einsehbar waren. Wenige Kilometer vor Rotorua folgte ich einem Wegweiser zum "Hell's Gate", ein Thermalfeld, wo es aus dem Boden dampft und blubbert, schliesslich befand ich mich inmitten des Gebiets, wo die Erde noch aktiv ist.
In Hell's Gate kann man alles das Vulkanologische und Geothermische wunderbar anschauen. Es hätte sogar ein Geysir, der aber nur unregelmässig ausbricht, dafür sind genügend Teiche und Schlammfelder anzuschauen, aus denen fortalufend heisse Gase und Flüssigkeiten austreten. Die Beuscher des Parks werden eindrücklich gebeten, auf den Fusswegen zu bleiben, da die hohen Temperaturen nicht sichtbar sind. Man könnte sich also schwere Verbrennungen zuziehen oder seine Kleidung beschädigen. Ein bisschen mit scharzem britischem Humor weist die eine Tafel im Park die Besucher an, keinen Abfall oder Steine in die thermischen Bäder zu werfen, sonst könnten sie von der Parkleitung gezwungen werden, diese eigenhändig wieder herauszuholen.
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Rotorua gilt als das Zentrum der geothermischen Welt der Neuseeländer Südinsel. An und für sich hätte ich von der Stadt ein wenig mehr erwartet, aber die Thermalbadkultur gehört definitiv der Vergangenheit an. Prächtig steht der Fachwerkbau des örtlichen Museums inmitten der Parklandschaft Government Gardens, die wunderbare Blumenbeete umfasst.
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Rotorua ist eine klassische Station für die organisierten Busrundreisen durch Neuseeland, weshalb es schwierig war, ein zahlbares Hotelzimmer zu finden. Ich buchte daher in der Ortschauft Taupo am Lake Taupo, etwa 70 km entfernt von Rotorua. Auf dem Weg dorthin machte ich einen Abstecher zur Gondelbahn Skyline Skyriders. Da aber die Bergstation im Nebel verschwand, verzichtete ich auf eine Fahrt mit dieser Gondelbahn, die wieder einmal eine Standardbahn aus dem Doppelmayr-Katalog darstellte.
Vor Taupo regnete es dann so richtig in Strömen, nachdem es heute nie übermässig stark geregnet hatte. Dafür folgte hintennach blauer Himmel. So unberechenbar ist das Wetter in Neuseeland. Ich genoss einen schönen Spätnachmittag am Lake Taupo, dem grössten See der Nordinsel, und abends ging ich nochmals zum See, um die Abendstimmung einzufangen. Schliesslich war ja Vollmond.
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Meine Bewegungen wurden wieder aufgezeichnet und sehen folgendermassen aus:
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