
1. Reisetag
Freitag, 20. Juli 2012
Zürich-Kassel
Dass ich definitiv nie Fernfahrer werde, hat mir die heutige Fahrt von Zürich via Stuttgart nach Kassel gezeigt.
In Deutschland scheint sich das ganze Leben auf der Autobahn abzuspielen, es ist jedenfalls unbeschreiblich, wie viel Verkehr es dort hat. Zwar bin ich in Zürich schlussendlich eine halbe Stunde nach meinem Zeitplan abgefahren, aber in Kassel waren es dann gute zwei Stunden Verspätung. Ich hatte schlicht nicht so viel Reservezeit eingeplant, um all die Staus und den Zeit kostenden Grenzübergang in Thayingen zu berücksichtigen.
Dann kam noch dazu, dass ich mich in Stuttgart verfahren habe, so dass ich die ganze Innenstadt besichtigen durfte, und das meterweise fortbewegend. Ab dort nahm ich dann mein Navi zu Hilfe. Dieses war mir in Kassel viel wert, als ich einmal mehr die Autobahnabfahrt verpasste und dann kreuz und quer im nächtlichen Kassel herumnavigiert wurde.
Zwischendurch ging es auch ganz flüssig. Und zeitweilig regnete es so stark, dass die Geschwindigkeit stark gedrosselt werden musste. Aber mein Kleinwagen schaffte bis 140 km/h mühelos.
In Deutschland werden derzeit sämtliche Autobahnbrücken saniert. So reiht sich eine Baustelle an die andere. Auf der Strecke von Stuttgart nach Kassel via Würzburg, die sehr hügelig verläuft, hat es mindestens 20 Brücken, wo auf 60 km/h signalisiert ist.
Es ist schon ein spezielles Erlebnis, wenn das Navigationsgerät zwischendurch vermeldet, man möge nun 192 km der gleichen Strasse folgen. Am Schluss waren es immerhin 588 km, mehr als genug, fand ich.
Trotz später Ankunft war das Zimmer im Hotel IBIS immer noch für mich da, und selbst ein Nachtessen war noch zu haben.
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