
11. Reisetag
Sonntag, 10. August 2014
Inverness - Fort Williams
Das trübe Wetter liess mich gar nicht auf Gedanken kommen, die Reise von Inverness nach Fort William massgeblich zu verlängern. Ich verliess Inverness nicht über den Haupteingang, sondern über eine schmale Nebenstrasse, die mich durch hügeliges Niemandsland an kleinen Weilern vorbei brachte. Bald setzte der Regen ein, der dann für die nächsten 48 Stunden wetterbestimmend blieb.
Nach wenigen Minuten schon war ich am Aussichtspunkt Suidhe Viewpoint angelangt, den ich am 6. Reisetag schon besucht hatte. Im Gegensatz zu damals betrug die Sichtweite kaum mehr als 500 Meter, es regnete ja in Strömen. Ich machte es mir im Auto gemütlich und las diverse Sachen, die ich schon immer mal lesen wollte. Zeit hatte ich ja mehr als genug, denn die Reise nach Fort William dauerte von hier aus maximal noch eine Stunde. Es war interessant zu sehen, was da alles für Fahrzeuge unterwegs waren, und besonders belustigend waren die Landschaftsfotografen, die die diversen Abstufungen von Grautönen fotografierten. Ich kann ja gut lachen, ich war bei guten Wetter dort oben...
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Nach einem längeren Aufenthalt entschied ich mich zur Weiterfahrt nach Fort Augustus. Zwischen Fort Augustus und Fort William ist der River Ness mit Schiffen befahrbar, die Höhendifferenzen müssen jedoch mit Schleusen überwunden werden. Dort wo die Hauptstrasse den Kanal kreuzt, gibt es eine manuell bediente Schwenkbrücke. Bei der einen Brücke auf halbem Weg bis zum Ziel wagte ich trotz des Regens einen kurzen Halt.
Der höchste Berg Schottlands ist der Ben Nevis direkt bei Fort William. Er wäre gut zu Fuss zu begehen, wenn er nicht an 350 Tagen im Jahr in den Wolken stecken würde. Angesichts des herrschenden Wetters machte ich mir keine Hoffnungen, den Berg während meines Aufenthalts in Fort William jemals zu sehen. Auf einen Hügel daneben führt die einzige Gondelbahn Schottlands, die ich wenigstens bei der Talstation besichtigte. Im Sommer scheint diese Bahn in erster Linie "Skiflift" für Down-Hill-Biker zu sein.
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Diese Gondelbahn ist eine Null-Acht-Fünfzehn-Bahn, wie wir sie bei uns zu Hauf finden.
In wenigen Minuten erreichte ich darauf Fort William, wo ich mich auf die Suche nach meinem Hotel machte. Mindestens zweimal musste ich daran vorbeigefahren sein, es war jedenfalls nicht so leicht, es zu finden.
Die heutige Reiseroute war wirklich sehr kurz:
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Die kleine Geschichte zum Abschluss
Die Schotten lieben offenbar Kissen über alles. In jedem Hotel fand ich bisher immer mehrere Kopfkissen, wobei meist schon eines allein viel zu hoch ist. Die Kissen sind stets gut gefüllt und recht hart.
Zur Illustration, wie ein mit Kissen gut ausgestattetes Hotelbett aussieht, diene die nachfolgende Abbildung:
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