
12. Reisetag
Montag, 11. August 2014
Fort William - Mallaig - Fort William - Cairndow
Train-Spotting im Regen! Etwa gleich wie gestern regnete es den ganzen Tag in Strömen. So fiel die Idee, den Ben Nevis zu erwandern, gänzlich ins Wasser. Dafür konnte ich mich voll dem "Jacobite Express" widmen, ein Dampfzug von Fort William nach Mallaig und zurück. Einen Platz in diesem Zug zu erhalten, war kurzfristig nicht mehr möglich, da er in der Hauptsaison stets ausgebucht ist. Seit dieser Zug einen Auftritt in einem Harry Potter-Film hatte, ist er gleichsam eine Pilgerstätte für die Potteraner.
Diejenigen, die nicht mit dem Dampfzug reisen, wollen ihn zumindest auf dem grossen Viadukt von Glenfinnan sehen, nachdem auch dieser Viadukt prominent in einem Harry Potter-Film kam. Ich traute meinen Augen nicht, als ich etwa eine Viertelstunde vor der Durchfahrt des Dampfzugs auf der Wiese vor dem Viadukt eintraf und sich dort rund hundert Personen versammelten. Gerade ein Meisterschuss wurde das Bild mit dem Dampfzug dann nicht...
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Da der Zug einen längeren Aufenthalt in Glenfinnan machte, konnte ich mit dem Auto gut vorausfahren und in der kleinen Station Arisaig eine weitere Foto, nun eine etwas bessere, davon machen. Kurz vor der Endstation Mallaig war ich dem Zug wieder voraus, so dass es zu einem weiteren Bild kam.
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Für diejenigen, die gerne bewegte Bilder haben, habe ich die Abfahrt des Jacobite-Express aus der Station gefilmt.
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Die kleine Ortschaft Mallaig, Abfahrtsort für mehrere kleine Fähren, wurde nach der Ankunft des Dampfzugs förmlich überschwemmt. Etwa zwei Stunden bleiben die Touristen dort, dann geht die Fahrt wieder zurück nach Fort William. Am Nachmittag gibt es noch eine zweite Fahrt Fort William - Mallaig - Fort William, wobei sich die beiden Dampfzüge in der Station Glenfinnan kreuzen.
Ich konnte nun gemütlich zum Glenfinnan Viadukt zurückfahren und mir dort eine etwas bessere Fotostelle suchen. Die gab es tatsächlich, es wäre einfach bei schönem Wetter noch viel prächtiger gewesen.
Eine Schönheit ist dieser Viadukt nicht unbedingt, aber er ist doch ein beliebtes Foto- und Postkartensujet und in Eisenbahn-Liebhaber-Kreisen sehr bekannt.
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Harry Potter und der Bahnviadukt von Glenfinnan...
Zwei Jugendliche auf Strolchenfahrt werden just auf dem Glenfinnan-Viadukt von einem Zug überrascht, was zu einer dramatischen Szene führt. Dass diese weit mehr als eine Minute dauert, wird den wenigsten Harry-Potter-Fans aufgefallen sein, braucht doch der Zug höchstens ein paar Sekunden für die Überquerung der Brücke.... Doch schaut selbst!
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Die Weiterfahrt führte wiederum in Fort William vorbei, danach folgte der Passübergang im Grampian Gebirge. Da es sich um die Hauptachse in Nord-Süd-Richtung handelt, hatte es für schottische Verhältnisse relativ viel Verkehr. Da der Regen etwas nachgelassen hatte, konnte ich unterwegs ein paar Male anhalten und die Landschaft geniessen.
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Über kurvenreiche Strassen, die über Hügel und entlang Fjorden führten, gelangte ich schliesslich zum Weiler Cairndow, wo ich das nächste Hotelzimmer gebucht hatte. Das Hotel befand sich wirklich fast im Niemandsland, und doch hatte es ein paar Gäste. Das Hotelrestaurant war jedenfalls praktisch voll, vermutlich hatte es auch Einheimische der Umgebung. Ich erhielt ein riesiges Familienzimmer mit etwa sechs Betten, wobei mir mehrere Steckdosen für das Aufladen meiner elektronischen Spielzeuge eigentlich wichtiger sind.
Zum Abschluss wieder einmal die Reiseroute:
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