16. Reisetag
Freitag, 15. August 2014
Isle of Mull - Stirling - Edingburgh
Der letzte eigentliche Reisetag begann auf der Isle of Mull, noch recht weit von Edinburgh entfernt, wo am Nachmittag die Rückgabe des Mietwagens anstand. Um auf jeden Fall einen Platz auf der kleinen Fähre nach Lochaline um 09:00 zu erwischen, fuhr ich bereits kurz vor 8 Uhr beim Hotel ab. Da ich aber wie eine Rakete vorwärtskam, war die Fähre von 08:10 Uhr noch da und liess mich mitfahren. Dadurch hatte ich die Sicherheit, die Insel wirklich verlassen zu können, und es blieben mir auf dem Weg nach Edinburgh zusätzliche 50 Minuten, die ich dann doch noch gebrauchen konnte.
Da nur eine Handvoll Autos auf der Fähre mitfuhren, hatte es auf den folgenden Kilometern entsprechend wenig Verkehr. Trotz Einspurstrasse kam ich ordentlich gut vorwärts. Bei der Ortschaft Coran musste ich eine Fähre nehmen, die nur etwa zehn Minuten für die Überfahrt über den Fjord beötigte.
Angesichts der Nähe zu Fort William entschied ich mich, einen kurzen Abstecher dorthin zu machen, um vielleicht den Ben Nevis, der höchste Berg Schottlands, zu sehen. Trotz nicht zu schlechtem Wetter war er jedoch in Wolken verhüllt.
Ohne den ganzen Ben Nevis im Kasten reiste ich südwärts weiter. Es drängte sich dann ein weiterer Abstecher auf, nämlich den zum Stalker Castle (Nr. 25 meiner Liste), das ich ja erst bei recht schlechtem Wetter gesehen hatte. Diesmal war es etwas besser.
Zurück auf dem geplanten Weg folgte ich wie schon am 12. Reisetag dem West Highland Way durch das Grampian Gebirge, dieses Mal bei wesentlich schönerem Wetter. Es gab mehrere Fotohalte in der tief grünen Landschaft.
Gerne wäre ich dem Loch Lomond entlang gefahren, da diese Gegend in den Reiseführern als besonders schön gepriesen wird. Wegen Bauarbeiten war die Strasse gemäss einem Schild immer wieder bis zu 15 Minuten gesperrt, aber als selbst nach 30 Minuten Wartezeit im Stau nichts ging, wendete ich wie viele andere, fuhr ein paar Kilometer zurück und gelangte auf einem andern Weg nach Stirling. Ich hatte recht viel Zeit verloren, und die Fahrt nach Stirling verlängerte sich wegen der langsam fahrenden Kolonnen, so dass ich Stirling nur während wenigen Minuten besuchen konnte.
Stirling Castle thront über der gut erhaltenen Stadt. Praktisch jede Reisegruppe macht hier Halt, was sich in einem Chaos auf dem öffentlichen Parkplatz zeigte. Ich hatte jedoch Glück und bekam mitten im Zentrum sofort einen Platz zugewiesen. Mit der Nummer 30 schloss ich meine Schloss-Statistik nun ab.
Schliesslich folgte die letzte Etappe auf der Autobahn zum Flughafen von Edinburgh. Bei einer Tankstelle füllte ich wie verlangt den Tank, dann reinigte ich mit einem Münzstaubsauger so gut es ging das Intérieur des Mietwagens. Hätte ich gewusst, dass die Vermietfirma keinerlei Kulanz für das nicht richtig funktionierende Naviatgionsgerät zeigte, hätte ich mir das Saugen erspart. Ich lieferte das Auto termingerecht ab und wurde nun wieder zum ÖV-Benutzer. Per Tram reiste ich in die Innenstadt und bezog mein Hotelzimmer in unmittelbarer Nähe zur Tramendstation. Mein Zimmer bot mir Aussicht auf die Strasse mit dem Tram, was wollte ich noch mehr.
Den letzten Abend verbrachte ich mit weiteren Nachtaufnahmen. Leider wurde an diesem Abend eine Tattoo-Vorstellung aufgeführt mit kurzen Feuerwerk, das ich verpasste, weil ich nicht am richtigen Ort war.
Die letzte Reiseroute: