30. Reisetag

Montag, 30. März 2015: Rund um den Mount Taranaki

In der Nacht auf heute gab es noch mehrere sintflutartige Regengüsse, dann war längere Zeit Ruhe, aber am Morgen früh schüttete es wieder wie aus Kübeln. Dennoch war relativ viel Himmel zwischen den Wolken zu sehen, als ich den Vorhang zum ersten Mal leicht öffnete. Es gab dann einen windigen Tag mit immer wieder Regengüssen aus Wolken, die der Wind vom Meer aufs Festland blies. Aber der Regen hielt sich in Grenzen. Dafür blieben die Wolken den ganzen Tag am Mount Taranaki hängen, so dass ich diesen kegelförmigen Berg nie sehen konnte.

Etwa 10 km ausserhalb der Stadt liegt der Lake Mangamahoe, ein wunderschön angelegter Stausee, von dem aus man einen herrlichen Blick auf den Mt. Taranaki geniesst. Es ist ein Fotoklassiker, den man eigentlich von Neuseeland mit nach Hause bringen sollte, sofern man den Berg überhaupt sieht. Kommt der Wind von Westen, bringt er vom Tasmanischen Meer sehr viel Feuchtigkeit mit, dann ist der Berg tagelang in Wolken gehüllt. Und diese Wetterlage herrscht eben. Ich fuhr zwar zu diesem See, aber anstelle des Mt. Taranaki nahm ich Regenbogen in allen Varianten auf.

Es hätte keinen Sinn gemacht, länger zu warten, da die Auflösung der Wolken innerhalb kurzer Zeit absolut undenkbar war. Daher fuhr ich zurück nach New Plymouth ans Meer und lief ein Stück dem Beach Walkway, einem 11 km langen Strandwanderweg, entlang. Ab und zu gab es wieder einen Guss Regen, zwischendurch war es recht sonnig. Von der Betreiberin des Motels wurde mir empfohlen, eine attraktive Fussgängerbrücke anschauen zu gehen.

Gut 25 km ausserhalb von New Plymouth liegt das Cape Egmont, das den westlichsten Punkt der Nordinsel darstellt. Ein etwas neuerer Leuchtturm mit einem geschlossenen Museum und ein nicht zugänglicher historischer Leuchtturm stehen dort. Ich suchte beide Leuchttürme auf, wobei auf der Hauptstrasse nur für den ersten Leuchtturm ein Schild vorhanden war, während der zweite wieder gesucht werden musste.

Natürlich wäre bei den Leuchtturmbildern stets der Mt. Taranaki als Hintergrund drauf, wäre er nicht in den Wolken eingehüllt gewesen.

Auf der Ostseite des Mt. Taranaki auf 960m wird ein Besucherzentrum betrieben, das mit dem Auto erreichbar ist. Wenn ich den Berg schon nicht sehen durfte, dann wollte ich so nah wie möglich von ihm sein. Da das Besucherzentrum noch mitten im Regenwald liegt, war es schwierig, die an und für sich schöne Aussicht zu geniessen. Der Mt. Taranaki zeigte auch nur seine Konturen.

Die Wanderung bis auf den Gipfel erfordert die Überwindung weiterer 1500 Höhenmeter. Für hin und zurück ab dem Besucherzentrum werden 8 bis10 Stunden angegeben.

Da ich auf dem Weg zurück in die Stadt am Lake Mangamahoe vorbei kam, machte ich dort noch einen kurzen Halt. Der Blick zum Mt. Taramaki war nun noch schlechter als am Morgen, dafür gab es ein paar Stimmungsbilder vom See.

Der Reisetag endete früher als an den andern Tagen. Morgen soll das Wetter etwas besser und übermorgen dann ganz gut sein. Dies wird in die weitere Reiseplanung einfliessen und allenfalls eine Verlängerung des Aufenthalts in New Plymouth bedingen.

Die heutige Reiseroute war um die 200 km lang: